Architekturlounge
 
Details zu den letzten Veranstaltungen:
 

12. Architektur Lounge "Architektur aus Musik“
Gastredner: o. Univ. Prof. Mag. Klaus Fessmann
Pionist, Komponist und Klangkünstler.

Er lehrt Tonsatz am Mozarteum in Salzburg.

11. Architektur Lounge "Wachstum auf stabiler Basis“
Gastredner: Dipl.-Ing. Andreas Bause | ATP Innsbruck
in Zusammenarbeit Mag. Christian Weinhapl Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

10. Architektur Lounge "Sind Gebäude ohne Komfortlüftung der zukünftige "Substandard"?"
Gastredner: Dipl.-Ing. Andreas Greml

9. Architektur Lounge "Der Beste soll gewinnen!"
Gastredner: Dr. Stephan Heid, Heid Schiefer Rechtsanwälte

8. Architektur Lounge "Warum besser mit Architekturwettbewerb?"
Gastredner: Arch. DI Daniel Fügenschuh

7. Architektur Lounge "Die Zukunft ist barrierefrei"
Gastrednerin: DI Kornelia Grundmann
 
Von Barrierefreiheit profitieren wir alle

Barrierefreiheit und lebenslange Mobilität waren das Thema der letzten Architekturlounge bei RIEDERBAU in Schwoich bei Kufstein. Anlass dafür war das mit 1. Jänner 2016 in Kraft tretende Gesetz, nach dem alle öffentlich zugänglichen Gebäude barrierefrei sein müssen. DI Kornelia Grundmann (Geschäftsführerin von gabana –Agentur für ganzheitliches, barrierefreies und nachhaltiges Management in Ellmau) hielt dazu bei der Architekturlounge einen interessanten Vortrag.

Laut Erzählungen von DI Kornelia Grundmann wurde bereits 1959 ein barrierefreies Gebäude errichtet: „Das Guggenheim Museum in New York besitzt eine rund 800 Meter lange Rampe."

In österreich sind circa 1,7 Mio. Menschen in ihrer Mobilität eingeschränkt, seh- und/oder hörbeeinträchtigt, psychisch/neurologisch beeinträchtigt oder haben Lernschwierigkeiten. Besuche bei Familie und Freunden sind für diese Menschen oft nicht mehr möglich, da es an barrierefreien Zugängen mangelt.

Bei ihrem Vortrag im Zuge der RIEDERBAU-Architekturlounge erklärte die Expertin auch, was Barrierefreiheit eigentlich bedeutet. „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, Systeme der Informationsverarbeitung sowie andere gestaltete Lebensräume, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind", so DI Grundmann.

Generell gebe es in der Gesellschaft geringes Fachwissen und wenig Verständnis, was das Thema Barrierefreiheit betrifft. In Bereichen wie der Hotellerie sei man bisher unzureichend auf die entsprechenden Anforderungen eingestellt. Der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum wird weiter wachsen und ist nach Ansicht von Experten über die Neubauquote allein nicht zu decken. Die Zukunft liegt demnach vor allem in der Schaffung von barrierefreiem Bestandswohnraum.

Der Markt verlange nach klaren Richtlinien und Orientierungshilfen, zuverlässigem Fachwissen, präventiver, flexibler Planung und Fachbetrieben, die alle Leistungen aus einer Hand anbieten können.
Auf jeden Fall ist es wichtig –egal ob barrierefreier Neu- oder Umbau – sich einen Rat vom Fachmann zu holen. Von selbst durchgeführten und unzureichenden Umbauarbeiten ist dringend abzuraten. Mit einem Experten sind die Kosten meist geringer als gedacht und man profitiert vom Know-how des Experten.

Mit einem finalen Spruch brachte DI Kornelia Grundmann die grundlegende Anforderung auf den Punkt: „Planen Sie so, dass es uns allen immer gut geht!".

Im Anschluss an den informativen Vortrag klang der Abend in gemütlicher Atmosphäre beim sommerlichen Buffet der holger moll eventgroup aus.


6. Architektur Lounge "BIM - Revolution oder alter Hut?"
Gastredner: Bmstr. DI Anton Gasteiger
 
"BIM - nichts für Angsthasen?"

Alter Wein in neuen Schläuchen oder Basis für eine rationellere, disziplinübergreifende Projektbearbeitung? Building Information Modeling (BIM) ist in aller Munde, spielt aber in der Praxis vieler Planungs- und Architekturbüros im deutschsprachigen Raum kaum eine Rolle.

Dies möchte Bmstr. DI Anton Gasteiger, Geschäftsführer der AGA-Bau PlanungsGmbH, der b.i.m.m. GmbH und Vortragender bei der sechsten Architekturlounge, zu der Anton Rieder in sein Unternehmen einlud, gerne ändern. „BIM ist keine Software, sondern ein Prozess!", war eine seiner Kernaussagen. „Um Prozesse ändern zu können, bedarf es einer Analyse vorhandener Strukturen und einer Definition von Standards", erläuterte der BIM-Experte. Damit sich die vielen während des gesamten Lebenszyklus generierten Daten verlustfrei austauschen lassen, sucht die Branche schon seit vielen Jahren nach einem gemeinsamen Standard.

Anton Gasteiger referierte sehr ausführlich, interessant und abwechslungsreich über die durchgängige Integration planungs-, ausführungs- und nutzungsrelevanter Gebäudedaten in einem zentralen Datenmodell. Als Hauptgrund für die mäßige Begeisterung der Baubranche im deutschsprachigen Raum für BIM kristallisierten sich die hohen Investitionskosten heraus. Anton Gasteiger machte auch fehlenden Mut und die nur im deutschsprachigen Raum übliche Trennung zwischen Planung und Ausführung dafür verantwortlich.

DI Alois Salzburger von ATP und Anton Rieder berichteten über Ihre Erfahrungen mit diesem System und sagten übereinstimmend, dass die Umstellung herausfordernd ist und dass erst ab dem dritten Projekt mit einem Mehrwert zu rechnen sei.Mit erlesenem Fingerfood von der holger moll group und angeregten Gesprächen klang dieser informative Abend aus.


5. Architektur Lounge "Lebenszyklus - Baukosten vs. Nutzungskosten"
Gastredner: Architekt DI Hanno Vogl-Fernheim
 

Architekt DI Hanno Vogl-Fernheim (Vorsitzender der Sektion Architekten bei der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Tirol und Vorarlberg) war am 25. Juni 2013 Vortragender bei der 5. Architekturlounge zum Thema

„Lebenszykluskosten – Baukosten vs. Nutzungskosten"

in den neuen RIEDERBAU Veranstaltungsräumen.

Anhand einiger Grafiken veranschaulichte Architekt DI Hanno Vogl-Fernheim die Aufteilung und Berechnung der Lebenszykluskosten (= Bau-, Instandhaltungs-, Instandsetzungs-, Wartungs-, Energie- und Verbrauchs-, Verwaltungs-, evtl. auch Entsorgungskosten). Zusammengesetzt aus diesen Faktoren betragen die reinen Baukosten nur rund 20 % der Lebenszykluskosten.

Vogl-Fernheim appellierte, bereits in der Planungsphase nicht nur die Bau-, sondern ganz besonders die noch verborgenen Kosten zu berücksichtigen. Eine korrekte Kalkulation der Lebenszykluskosten geht von einer längeren Nutzung der Immobilie aus und sollte daher neben den Investitionskosten noch die Folgekosten aufweisen.

In der anschließenden Diskussion wurde diese Sichtweise noch differenziert erörtert, denn es gibt viele Ansätze bei diesem Gebäudekonzept und den daraus resultierenden finanziellen Aufwendungen.

Abgerundet wurde der informative Teil mit einem köstlichen Buffet der holger moll eventgroup und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein in fröhlicher Runde!


4. Architektur Lounge "Tirol - Tokio: Vom Bauen am anderen Ende der Welt"
Gastvortragende: M. Arch. Katinka Temme
 

Katinka Temme, Architektin aus Deutschland, die in den USA studiert und in Japan bei dem international renommierten Architekturbüro Kengo Kuma & Associates in Tokio arbeitete, war die Vortragende bei der vierten Architekturlounge, zu der Baumeister Anton Rieder kürzlich in die Skybar im Innotech in Kufstein eingeladen hat.

Die Architektin erläuterte in einem äußerst interessanten Vortrag die Unterschiede in der Planung und Ausführung von Projekten in beiden Kulturräumen. Die japanische Architektur hat im Gegensatz zur europäischen ihre Wurzeln nicht in der Steinmetzkultur, sondern im Landschaftsbau, wodurch sich auch die große Bedeutung der Integration der Natur in das jeweilige Bauvorhaben erklärt.

Traditionelle Elemente zeichnen sie ebenso aus wie die Fokussierung auf Schichten und Strukturen - zahlreiche Bilder nahmen die ZuhörerInnen mit auf eine interessante architektonische Asienreise.

Eine längere rege Diskussion zwischen den Architekten und Planern zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der asiatischen und der europäischen Architektur war der Ausklang dieser gelungenen Veranstaltung, die im Sommer 2013 in den neu gebauten Räumlichkeiten der Firma RIEDERBAU Fortsetzung finden wird.


3. Architektur Lounge "Wohnen um jeden Preis?"
Gastvortragender: Prof. Dr. Klaus Lugger
 

"Kann der geförderte Wohnbau architektonische Qualität bieten, oder gilt einmal mehr Masse statt Klasse?"

Immer breiter wird der Spagat zwischen leistbarem Wohnen und der wirtschaftlichen Durchführbarkeit von Wohnprojekten. Mögliche Wege aus diesem Dilemma zeigte der Gastvortragende Prof. Dr. Klaus Lugger (Geschäftsführer der Neuen Heimat Tirol) bei seinem unterhaltsamen Vortrag im Rahmen der 3. Architektur Lounge am 30. April 2012 in der Skylounge des Innotech Kufstein auf. So hält er zum Beispiel die Anbringung von Messgeräten für den Stromverbrauch in Mietwohnungen für nicht sinnvoll, da die Kosten dieser Geräte eine mögliche Ersparnis übersteigen.

Selbst anwesende ArchitektInnen stimmten der Forderung Luggers zu, die Entscheidungsfindung bei Architekturwettbewerben vermehrt an objektiven Kriterien, wie zum Beispiel dem umbauten Raum, festzumachen.


BILDERGALERIE