Beruf & Familie
   
Familienministerin prämiert österreichische Arbeitgeber für ihr familienfreundliches Engagement
 
Das familienfreundliche Engagement von 112 österreichischen Unternehmen, Hochschulen und Pflegeeinrichtungen standen im Zentrum der feierlichen Zertifikatsverleihung „Familienfreundliche Arbeitgeber 2018“ in der Aula der Wissenschaften in Wien. Die österreichische Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend, Dr. Juliane Bogner-Strauß zeichnete die familienfreundlichen Betriebe und Institutionen mit dem staatlichen Gütezeichen „Audit berufundfamilie“ bzw. „Audit hochschuleundfamilie“ für ihre Verdienste im Zeichen der Vereinbarkeit von Familie, Beruf bzw. Studium aus. „Die ausgezeichneten Arbeitgeber sind wichtige Botschafter für dieses Thema. Ihre Leistungen im Bereich der Familienfreundlichkeit sind Vorzeigebeispiele, die auch andere Betriebe und Institutionen motivieren sollen, hier einen Beitrag zu leisten und noch größeres Bewusstsein zu schaffen“, so die Bundesministerin.
 
Familienfreundlichkeit wirkt
 
Die ausgezeichneten Unternehmen und Hochschulen haben erfolgreich am Auditprozess berufundfamilie bzw. hochschuleunfamilie teilgenommen, in welchem sie unter Mitwirkung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Studierenden auf ihre Organisation maßgeschneiderte familienfreundliche Maßnahmen entwickelt haben. Dass Familienfreundlichkeit längst kein „nice-to-have“ mehr ist, sondern nachhaltig positive Effekte bringt zeigt eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung: In familienfreundlichen Unternehmen erhöht sich die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen, der Wiedereinstieg nach der Karenz ist leichter und die Arbeitszufriedenheit unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nimmt zu. Aber nicht nur unternehmensintern wirkt ein Mehr an Familienfreundlichkeit. Eine aktuelle Untersuchung zum Familienbewusstsein österreichischer Unternehmen im Auftrag der Familie & Beruf Management GmbH, deren Ergebnisse zum ersten Mal präsentiert wurden, zeigt, dass Unternehmen, die auf Familienfreundlichkeit setzen, im Durchschnitt um zehn Prozent mehr Bewerbungen pro Stelle haben. Auch die Qualität der Bewerberinnen und Bewerber nimmt zu, Kundinnen und Kunden bleiben dem Unternehmen länger treu. „Diese Zahlen belegen eindeutig, dass Familienfreundlichkeit wirkt und zwar nach innen und nach außen. Arbeitgeber können sich so einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um die qualifiziertesten Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen und zeitgleich auf die Bedürfnisse der bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt eingehen“, so die Familienministerin.
 
Fotos Copyright: © Harald Schlossko
 
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Anton Rieder
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